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Engel
In der Phantasie unserer Seelen, im Klang der Stille, in der Wahrheit unserer Tränen, im Sog der Gefühle war ich das Opfer Deiner blutbefleckten Lippen, doch stahlst Du nie mein Blut, ließest mich leben um unser willen, raubtest mein Herz anstatt und machtest mich für immer beim. Die Wärme Deiner selbst macht die Augen vergessen, lassen mit dem Herzen sehen, und unser Schweigen sprach so viel. Du bist Engel und Vampir zugleich, wild und ungezügelt, wie ein Einhorn im Sturm, umweht von Gischt und dem Duft von Rosen. Mit der Sinnlichkeit Deines Körpers hast Du mich den meinen spüren lassen, im ersten Schmerz der Leidenschaft, unter Deinen Händen, Engel aus Alabaster, Salz in meinen Tränen, so starb ich um Dich zu fühlen, doch Deine Hände heilten die zerrissene Seele, und machten sie neu geboren. Fand die Nähe auch ein jähes Ende, so starb die Liebe doch niemals, wartet auf ein neues Morgenrot, kein Anfang vom Ende, das Ende eines ersten Anfangs, Zukunft meiner Erinnerung, denn auch ich stahl Dein Herz, damals als der Engel sich über mich beugte.
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